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Dagmar Engel
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Dagmar Engel


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Gesundheitsnachrichten

Gute Vorsätze: Frauen viermal häufiger in Gesund­heits­kursen

Gute Vorsätze: Frauen viermal häufiger in Gesund­heits­kursen

Gute Vorsätze: Frauen viermal häufiger in Gesund­heits­kursen

Über eine Milliarde Euro kostet das deutsche Gesundheitssystem - und das jeden Tag. Der Großteil der Ausgaben entfällt auf die Behandlung lebensstilbedingter Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Bluthochdruck. Im Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung vorgenommen: "Wir wollen … einen gesundheitserhaltenden und nachhaltigen Lebensstil fördern, ernährungsmitbedingte Krankheiten bekämpfen…" Die politische Diskussion dreht sich unter anderem um die Frage, ob es klarere Vorgaben für die Lebensmittelindustrie oder mehr Aufklärung braucht. Währenddessen setzen viele Menschen ihre guten Vorsätze schon in die Tat um. Gesünder essen, weniger Stress mehr bewegen: Fitness-Studios und Bio-Supermärkte sind voll und auch die Gesundheitskurse der Krankenkassen verzeichnen in den ersten Wochen des Jahres deutlichen Zulauf - vor allem von Frauen.
40 Prozent der Kursteilnahmen in den ersten drei Monaten des Jahres

Dr. Sabine Voermans, Leiterin des Gesundheitsmanagements bei der Techniker Krankenkasse (TK): "Offenbar ist der Jahreswechsel tatsächlich für viele Menschen Anlass, sich mit einem gesünderen Lebensstil zu beschäftigen. 40 Prozent der Gesundheitskurse reichen die Versicherten im ersten Quartal des Jahres ein. Das gilt allerdings in erster Linie für Frauen, 80 Prozent sind Kursteilnehmerinnen."
Lieber bewegen als entspannen

Am beliebtesten sind Angebote zur Bewegung. 57 Prozent haben sich für Gesundheitssport wie Pilates, Faszien- oder Rückentraining entschieden. An zweiter Stelle stehen Entspannungs- und Stressbewältigungskurse mit 36 Prozent. Gerade einmal 1,6 Prozent entschieden sich für einen Ernährungskurs und nur 0,7 Prozent widmeten sich dem Suchtmittelkonsum - zum Beispiel in einem Nichtraucherkurs.
Mehr Männer im digitalen Trainingsgelände

"Wir wissen aus Bevölkerungsumfragen, dass Frauen lieber in Gesellschaft trainieren als Männer, die öfter als Einzelkämpfer unterwegs sind", so Präventionsexpertin Voermans. "Deshalb bieten wir neben den klassischen Gesundheitskursen auch immer mehr E-Coaches an, bei denen die Teilnehmer sich online einen individuellen Plan für ihr Training oder ihre Ernährung zusammenstellen können. Bei den digitalen Angeboten ist der Männeranteil mit 40 Prozent auch doppelt so hoch wie in den Kursen."
Sachsen turnt voran

Die Begeisterung für die Präventionsangebote der Krankenkassen fällt nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch regional sehr unterschiedlich aus. Während in Sachsen und Thüringen mit 5,4 bzw. 4,8 Prozent etwa einer von 20 Versicherten einen Gesundheitskurs besucht, ist in Hamburg (1,2 Prozent) und Schleswig-Holstein (1,5 Prozent) das Interesse am geringsten.
Es braucht Motivation, damit Vorsatz zur Gewohnheit wird

Damit aus guten Vorsätzen Gewohnheiten werden, empfiehlt Sabine Voermans, sich aus dem Präventionsangebot der Krankenkassen das auszusuchen, was zu den eigenen Interessen und Zielen passt: "Motivation ist der wichtigste Faktor, um Lebensgewohnheiten zu ändern. Sie lässt sich am besten erhalten, wenn man etwas findet, was einem persönlich Spaß macht." Deshalb sollten sich Einsteiger zunächst überlegen, woran sie Freude haben wie zum Beispiel die Bewegung im Freien, zusammen mit anderen oder im Wasser. Zudem sei es wichtig, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen, sich erreichbare Ziele zu setzen, diese dann aber auch motiviert anzugehen.
TK fordert mehr Einsatz von der Politik für die Prävention

Sabine Voermans: "Das gilt natürlich auch für das Engagement der Politik in Sachen Prävention. Auch hier brauchen wir dringend Anreize, damit sich alle Beteiligten im Gesundheitswesen verstärkt um die Gesundheitsförderung kümmern. Die derzeitige Struktur fördert jedoch eher Krankheit statt Prävention."

22.01.2019 DGA | Quelle: Techniker Krankenkasse (TK)


Ungesundes Sitzen vermeiden

Ungesundes Sitzen vermeiden

Stuhl erkennt Sitzposition und motiviert zur Änderung der Körperhaltung

Langes Sitzen erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Wer dazu noch dauerhaft in der gleichen Position verharrt oder in einer ungünstigen Körperhaltung Platz nimmt, riskiert Verspannungen und eine Degeneration der Bandscheiben. Das Labor für Fertigungssysteme der TH Köln unter Leitung von Prof. Dr. Ulf Müller entwickelt deshalb im Forschungsprojekt SensA-Chair gemeinsam mit der Bergischen Universität Wuppertal und der Deutschen Sporthochschule Köln sowie Partnern aus der Industrie ein System, das eine anatomisch günstige Sitzhaltung unterstützt.

SensA-Chair umfasst mehrere Komponenten: So sollen sich die Sitzfläche und Rückenlehne automatisch an die individuelle Kontur der Nutzerinnen und Nutzer anpassen, um die körperliche Belastung abzumildern. Besonders beim statischen Sitzen – dem langen Verharren in der gleichen Haltung – wirken starke Kräfte auf den Körper. Daher soll der Stuhl zu einem dynamischen Sitzen anregen, das heißt, die Position im Stuhl wird in bestimmten Zeitabständen gewechselt und die Beanspruchung von Organismus und Bewegungsapparat deutlich reduziert. Das Forscherteam der TH Köln entwickelte im Projekt ein System aus Sensoren und Aktoren, das verschiedene Sitzhaltungen der Person im Stuhl erkennt. Mittels der Aktoren wird ein taktiler Reiz in Form eines Drucks an verschiedenen Stellen der Sitzfläche erzeugt, um zu einem Sitzhaltungswechsel anzuregen.

Stuhl erkennt typische Sitzpositionen

„Der erste Schritt auf dem Weg zum gesünderen Sitzen ist es, die Art und Weise zu erfassen, wie gesessen wird. Mit unseren Sensoren können wir bis zu 14 typische Sitzpositionen erkennen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule haben wir diese Haltungen abhängig vom Grad ihrer Belastung für den Körper in sechs Klassen eingeteilt“, erläutert Müller. Die Einteilung in sechs Klassen – Klasse 1 für eine geringe und Klasse 6 für die höchste Belastung – erlaubt es, die Beanspruchung zu errechnen und einen Algorithmus für den richtigen Zeitpunkt zum Ändern der Sitzposition zu entwickeln.

Das System erkennt die Sitzposition und misst die Zeit, die die Person in dieser verbleibt. So kann ein beanspruchungsgerechtes Sitzen gesteuert und somit dynamisches Sitzen gefördert werden. „Bei einer Position der Klassen 1 und 2 ist es in Ordnung, sich über acht Minuten nicht zu bewegen; bei Positionen der anderen Klassen sollte man spätestens nach vier Minuten seine Körperhaltung ändern“, so Müller.

Aktoren motivieren zur Änderung der Sitzhaltung

Sofern die Person nicht schon vor dem Zeitlimit selbstständig die Sitzposition ändert, geben die im Stuhl verbauten Aktoren kleine physische Drücke durch das Sitzpolster, die dazu anregen, die Sitzposition zu ändern. Tut sie bzw. er dies nicht, steigt die Intensität der Drücke, bis es zu einer Sitzänderung kommt. Schmerzen muss man allerdings nicht befürchten: „Auch die stärkste Stufe der Druckkraft fällt immer noch so gering aus, dass sie nicht bewusst wahrgenommen wird, den Menschen aber trotzdem dazu bringt, sich zu bewegen“, erläutert Müller. „Das ist wichtig, damit die bzw. der Betroffene nicht aus den Gedanken gerissen wird und sich manipuliert fühlt. Dies würde zu einer Ablehnung des Systems führen.“ Durch dieses intelligente System verändert die sitzende Person ihre Position im Stuhl im Tagesverlauf kontinuierlich, was die Beanspruchung für den Körper verringert.

Aktor aus Formgedächtnislegierung

Eine besondere Herausforderung für das Team um Prof. Müller waren das Design, die Auslegung und Umsetzung des Aktors, der die Druckkraft zur Veränderung der Sitzposition gibt. „Aufgrund der Polsterung des Stuhls war es wichtig, den Aktor so zu konstruieren, dass der Druck auch noch durch Polstermaterial wahrzunehmen ist. Entsprechend stark muss er daher sein“, sagt Müller. Die Wahl fiel auf einen Aktor aus Formgedächtnislegierung, der im Vergleich zu konventionellen Lösungen eine sehr hohe Kraft aufbringen kann und zudem geräuschlos arbeitet. Die Konstruktion des Aktors musste darüber hinaus stabil genug für das Körpergewicht eines Menschen sein und kompakt genug, um in einen Bürostuhl eingebaut zu werden. Die Industriepartner bauen jetzt auf Basis der Forschungsergebnisse einen Prototyp des Stuhls.

Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt SensA-Chair wurde von 2016 bis 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms KMU-innovativ gefördert. Projektpartner waren die Brehmer GmbH & Co. KG, die Generationdesign GmbH, die haidermetall Eduard Haider GmbH & Co KG, die Bergische Universität Wuppertal, die Deutsche Sporthochschule Köln sowie die Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme der TH Köln.

17.01.2019 DGA | Quelle: Technische Hochschule Köln (idw)


Neuregelungen im Jahr 2019 in Gesundheit und Pflege

Neuregelungen im Jahr 2019 in Gesundheit und Pflege

Zum 1. Januar 2019 treten im Bereich des Bundesgesundheitsministeriums zahlreiche Änderungen in Kraft. Hier informieren wir über die wichtigsten Neuerungen.

    Zum 1. Januar haben wir im Gesundheitswesen vieles konkret verbessert. Wir entlasten Arbeitnehmer, Rentner und auch Kleinselbstständige bei den Beiträgen. Und wir sorgen dafür, dass Pflegekräfte im Arbeitsalltag entlastet werden. Die Krankenkassen werden 13.000 Pflegestellen in der Altenpflege und jede zusätzliche Pflegestelle im Krankenhaus finanzieren. Ich ermuntere die Verantwortlichen in Krankenhäusern und Pflegeheimen vor Ort, diese Möglichkeiten jetzt auch tatkräftig zu nutzen. Die Pflege braucht unsere Unterstützung. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz war nur der Anfang.
    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG
Paritätische Finanzierung der GKV-Beiträge

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden in voller Höhe paritätisch getragen. Um Arbeitnehmer und Rentner zu entlasten, wird auch der von den Krankenkassen festzusetzende Zusatzbeitragssatz zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bzw. Rentnern und der Rentenversicherung gezahlt.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz für 2019 ist auf 0,9 Prozent (2018: 1,0 Prozent) abgesenkt worden (Bekanntmachung des BMG vom 26. Oktober 2018). Wie hoch er für die Mitglieder der einzelnen Krankenkassen tatsächlich ausfällt, entscheiden die Krankenkassen. Krankenkassen, deren Finanzreserven eine Monatsausgabe übersteigen, dürfen ihren individuellen Zusatzbeitragssatz nicht mehr anheben.
Einheitlicher Mindestbeitrag entlastet Kleinselbstständige

Hohe Beiträge in der GKV überfordern Selbstständige mit geringen Einkünften und Existenzgründer. Deshalb werden freiwillig versicherte Selbstständige bei den Mindestbeiträgen den übrigen freiwillig Versicherten in der GKV gleichgestellt (einheitliche Mindestbemessungsgrundlage von 1.038,33 Euro in 2019). Damit sinken die Mindestbeiträge zur Krankenkasse und sozialen Pflegeversicherung für hauptberuflich Selbstständige um mehr als die Hälfte.
Entlastung bei Krankengeld oder Mutterschaftsgeld  

Freiwillig Versicherte müssen während des Bezugs von Krankengeld oder Mutterschaftsgeld nur noch Beiträge auf tatsächlich bestehende  beitragspflichtige Einnahmen zahlen.
Besserer GKV-Zugang für ehemalige Zeitsoldaten

Ehemalige Soldatinnen und Soldaten auf Zeit erhalten ein Beitrittsrecht zur freiwilligen Versicherung in der GKV und nach dem Ende ihrer Dienstzeit einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen als Ersatz für die bisherige Beihilfe.
Abbau von Beitragsschulden

Die Krankenkassen werden verpflichtet, passive Mitgliedschaften zu beenden. Bislang endet eine freiwillige GKV-Mitgliedschaft nur dann, wenn das Mitglied seinen Austritt erklärt. Wenn ein GKV-Mitglied aber unbekannt verzogen ist, keine Beiträge mehr bezahlt und sich nicht abmeldet, wird es obligatorisch zum Höchstbeitrag weiterversichert. Damit haben die Krankenkassen fiktive Beitragsschulden angehäuft. Pflegepersonal-Stärkungsgesetz – PpSG
Zusätzliche Pflegestellen

In der vollstationären Altenpflege werden die Voraussetzungen für 13.000 zusätzliche Stellen geschaffen, die von den Krankenkassen ohne finanzielle Beteiligung der Pflegebedürftigen finanziert werden. Dabei können auch Teilzeitstellen, die aufgestockt werden, berücksichtigt werden.

Um die Personalausstattung in der Krankenhaus-Pflege zu verbessern, wird jede zusätzliche oder aufgestockte Pflegestelle am Krankenhausbett  vollständig refinanziert.
Vergütung für Pflegekräfte

Ab 2018 werden die Tarifsteigerungen für die Pflegekräfte im Krankenhaus vollständig von den Kostenträgern refinanziert. Die zusätzlichen Finanzmittel sind zur Finanzierung von Tariferhöhungen einzusetzen. Das ist zu belegen.

Die Vergütungen von Auszubildenden in der Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe im ersten Ausbildungsjahr werden vollständig von den Kostenträgern refinanziert. Die Verbesserung schafft einen deutlichen Anreiz, mehr auszubilden.

Auch in der häuslichen Krankenpflege müssen Tariflöhne von den Krankenkassen akzeptiert werden.
Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser werden finanziell dabei unterstützt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre in der Pflege tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern.

Krankenkassen müssen rund 70 Millionen Euro jährlich mehr für Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aufwenden.

Um Pflegekräfte zu entlasten, wird die Digitalisierung gefördert. Die Pflegeversicherung stellt dafür einmalig pro Einrichtung (ambulant oder stationär) 12.000 Euro zur Verfügung. Mit der Kofinanzierung der Einrichtung können Maßnahmen im Umfang von bis zu 30.000 Euro je Einrichtung finanziert werden.
Pflege zu Hause

Pflegende Angehörige erhalten leichter Zugang zu stationären medizinischen Rehabilitationsleistungen. Wenn die pflegebedürftige Person gleichzeitig in der Reha-Einrichtung betreut werden kann, übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Andernfalls müssen Kranken-und Pflegekasse die Betreuung organisieren.

Für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 und Menschen mit Behinderungen werden Taxifahrten zu einer ambulanten Behandlung einfacher. Sie gelten mit der ärztlichen Verordnung als genehmigt.

Längere Wegezeiten, insbesondere im ländlichen Raum, in der ambulanten Alten- und Krankenpflege sollen besser honoriert werden.

Auch in der häuslichen Krankenpflege müssen Tariflöhne von den Krankenkassen akzeptiert werden.
Pflegepersonaluntergrenzen

Zur Verbesserung der pflegerischen Versorgung müssen Krankenhäuser Pflegepersonaluntergrenzen einhalten. Durch Rechtsverordnung wurden diese Mindestgrenzen zunächst für vier pflegesensitive Bereiche festgelegt:  Intensivmedizin, Geriatrie, Kardiologie, Unfallchirurgie. Die Selbstverwaltungspartner erhalten den gesetzlichen Auftrag, die Pflegepersonaluntergrenzen weiterzuentwickeln.
Krankenhausfinanzierung

Der Krankenhausstrukturfonds wird für vier Jahre mit 1 Milliarde Euro jährlich fortgesetzt. Die Finanzierung erfolgt wie bisher je zur Hälfte aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds und aus Mitteln der Länder. Die Anreize, für die Versorgung nicht mehr benötigte Krankenhausbetten abzubauen, werden verstärkt. Gesetz zur Beitragssatzanpassung in der sozialen Pflegeversicherung

Der Beitrag zur Pflegeversicherung steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 3,05 Prozent (3,3 Prozent für Kinderlose). Die Anhebung ist notwendig, weil die Leistungsverbesserungen der letzten Jahre stärker als erwartet in Anspruch genommen werden. Außerdem sollen in den nächsten Jahren weitere ausgabenwirksame Verbesserungen hinzukommen, die mit dieser Beitragssatzanhebung finanziert werden können. Rechengrößen

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (Versicherungspflichtgrenze) der GKV steigt auf jährlich 60.750 Euro (2018: 59.400 Euro).

Die Beitragsbemessungsgrenze der GKV steigt auf jährlich 54.450 Euro (2018: 53.100 Euro) bzw. auf monatlich 4.537,50 Euro (2018: 4.425 Euro).

Die Bezugsgröße, die für viele Werte in der Sozialversicherung wichtig ist, etwa für die Festsetzung der Mindestbeitragsbemessungsgrundlagen für freiwillige Mitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung, erhöht sich auf 3.115 Euro monatlich in den alten Bundesländern und auf 2.870 Euro in den neuen Bundesländern (2018: 3.045 Euro / 2.695 Euro).

15.01.2019 DGA | Quelle: Bundesministerium für Gesundheit